Bauernbund Sommergespräche

Bauernbund  Sommergespräche auf der Bodenalm bei Seefeld.

 

Auf der Bodenalm fanden am 28.August die Sommergespräche des Tiroler Bauernbundes statt. Selbstverständlich dem Termin entsprechend eine ganz typische Wahlkampfveranstaltung.

 

Für LK Präsident Hechenberger war die Almförderung-Misere Hauptthema.

LH. Stv. Obmann Geisler nahm auch zu den Agrargemeinschaften Stellung, mit der für Tirol inzwischen üblichen Standardaussage: „Wir haben eben die VGH Erkenntnisse umzusetzen“.

Im Einzelfall sei jedoch das Eigentum zu prüfen, so Geisler.

Geislers  Worte scheinen jedoch bei der Agrarbehörde  so noch nicht  angekommen zu sein, wie die jüngsten Abweisungen von Anträgen belegen (siehe Jerzens)(Anm.).

NR Jakob Auer Präsident des österreichischen Bauernbundes referierte allgemein über agrarpolitische Fragen.

 

Nach den Wortmeldungen und Kritiken von:

Johann Auer, Umhausen

Die Agrarbehörde entscheide bei identen historischen Voraussetzungen zufällig bzw. willkürlich

auf Gemeindegut oder gemeindegutsfrei. Dies sei eine nicht nachvollziehbare Ungerechtigkeit!

Alexander Woertz, Pfons

Dieser kritisierte die wirtschaftliche Unsinnigkeit der Entwicklung im Tiroler Agrarstreit und die praktische Undurchführbarkeit der Bescheide der Agrarbehörden zu RK I und RK II.

Toni Riser, Obsteig

Dieser ließ kein gutes Haar an der Stellungnahme des Bundesministeriums für Landw., zur Tiroler Bürgerinitiative ( Änderung des Flurverfassungs-Grundsatzgesetzes) und forderte neuerlich

im Interesse  des Rechtsfriedens im Agrarstreit, eine Expertenkommission aus Historikern und Rechtswissenschaftlern zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der landeskulturellen Entwicklung vom Wald- und Almeigentum.

Es geht um wahres Eigentum und mindestens genauso um den Ruf des ganzen Berufsstandes der Bauern. Fünf Jahre zu Unrecht als Räuber und Diebe am Gemeindegut in der Presse zu stehen reicht. Wir lassen uns weder von der Politik noch von den Verwaltungsbehörden in unserem Eigentum um 165 Jahre zurückwerfen. Da ist euch der lange und massive Widerstand der Tiroler Bauern sicher, so Riser.

 

NR. Präsident Auer nahm  vor geschätzten 150 anwesenden Bauern dazu Stellung:

Er kenne nicht alle Details im Tiroler Agrarstreit. Er verstehe Widerstand und den Unmut der Betroffenen. Er wiederholt seine bereits mit NR Hermann Gahr gemachte Zusage zur Einsetzung einer „Historikerkommission!.

„ Und dieses Wort gilt, vor und nach der Wahl!“ so NR Auer.

 

 

 

 

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